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Karin Welters

Wehe, Du wirst psychisch krank!

Die Profitgier in unserem kranken Gesundheitssystem





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Wehe, Du wirst psychisch krank!

von

 

Karin Welters

 

Wehe, Du wirst psychisch krank! © Karin Welters

Lizenz mit frdl. Genehmigung der Edition Bärenklau

Published by LitArt-World © 2017

 

 

Psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch, ihre Behandlungen meist langwierig. Doch das Schlimmste ist… die Betroffenen werden mit ihren daraus resultierenden Problemen alleingelassen.

Obwohl gut ausgebildete Ärzte genau wissen, wie den Patienten nachhaltig geholfen werden könnte, verhindert die Profitgier mancher Kassen, Versicherer, staatlicher Einrichtungen und Behörden, Politiker und nicht zuletzt der Pharmaindustrie wirksame Hilfe.

In diesem Buch finden sich erschütternde Berichte von psychisch Kranken, die (nicht nur) vom deutschen Gesundheitswesen systematisch alleingelassen wurden. Die Berichte bezeugen, dass die Ursachen für die Erkrankungen in unserem von anerzogenem Obrigkeitsdenken beherrschten Gesellschaftssystem verankert sind. Dennoch machen Geschichten der Betroffenen Mut. Sie zeigen, wie sie ihr Leben wieder in den Griff bekamen – trotz des erkennbar „kranken Gesundheitssystems“.

Inhaltsverzeichnis

 

Vorwort                                  

 

Einführung                               

 

Fallgeschichte 1 - Anna F.           

 

Fallgeschichte 2 - Roland B.        

 

Fallgeschichte 3- Leonie F.          

 

Fallgeschichte 4 - Anette M.        

 

Fallgeschichte 5 - Maria H.        

 

Zusammenfassung              

 

Nachwort                    

 

Vowort

 

Die meisten Leserinnen und Leser wollen wissen, wer das Buch, das sie in der Hand halten, geschrieben hat. Wer ist diese Autorin oder dieser Autor? Wie kommt er oder sie dazu, ein solches Buch zu schreiben? Warum ist das Thema für ihn oder sie wichtig? Was befähigt sie oder ihn überhaupt, das Thema sach- und fachkundig zu behandeln?

Wäre ich eine prominente Persönlichkeit, trüge ich einen Professoren- oder Doktortitel, hätte meine Stimme Gewicht. Dann erübrigten sich die obigen Fragestellungen. Aber…

… gerade weil ich mich nicht dem akademischen, universitären (Tunnel)Denken unter­worfen habe, sehe ich mich in der Lage, mich dem sensiblen Thema der psychischen Leiden weitaus objektiver zu nähern, als diejenigen, die im System verhaftet sind.

 

Ein System wird von denen, die von ihm profitieren, nicht objektiv beurteilt und schon gar nicht verändert.

 

Vor mehr als 35 Jahren habe ich mich zur Kommunikationstrainerin ausbilden lassen. Dadurch kam ich, fast zwangsläufig, auch mit der Lernpsychologie in Kontakt. Beruflich bin ich noch immer als Coach und psychologische Beraterin tätig, die u.a. Persönlichkeitstrainings anbietet und durchführt.

Vor ein paar Jahren habe ich beschlossen, Romane zu schreiben. Und weil ich gute Psychothriller verfassen wollte, habe ich ein dreijähriges Fernstudium absolviert, das mir das Wissen um die psychischen Erkrankungen nach dem ICD-Katalog vermittelte. Meine theoretische Ausbildung als Heilpraktikerin für Psychotherapie habe ich mit der Note 2 abgeschlossen.

Und dann ereilte mich die Realität. Ich rutschte, zunächst unmerklich, in ein Burn-Out – mit allem Drum und Dran.

Die Erfahrungen, die ich seitdem mit dem deutschen Gesundheitssystem mache, sind derart unfasslich, dass ich beschloss, eine Dokumentation zusammen zu stellen.

Auf meinem Weg traf ich auf Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder noch immer machen.

Wie schwer krank (nicht nur) das deutsche Gesundheitssystem ist, zeigen die Berichte der Betroffenen, die in diesem Buch zu Wort kommen.

Ich kann nur bestätigen, dass die Anforderungen der Kassen, Versicherer, Behörden und Ämter an Menschen, die ohnehin kaum noch über Lebensmut und Energie verfügen, völlig überzogen sind. Formulare, Atteste, Gutachten und sogar Gerichtsverfahren werden denen aufge­brummt, die manchmal – aufgrund verabreichter Psychophar­maka – schon gar nicht mehr in der Lage sind, klar zu denken.

Erstaunlich, dass diese Menschen sich dennoch selbst am Haarschopf aus dem „Sumpf von Depression und Burn-Out, Verzweiflung und Trübsal, Mutlosigkeit und Verzagtheit“ herausgezo­gen haben.

In allen Fällen, so bestätigten die Betroffenen, waren Familien und Freunde an ihrer Seite, auf die sie sich verlassen konnten. Sie sind überzeugt, dass sie es ohne deren Hilfe und Unterstützung nicht geschafft hätten.

Und genau darauf setzt das Gesundheitssystem; genau davon profitiert es: Es missbraucht das Wertesystem derer, die es ausbeutet.

Die Profitgier im Gesundheitswesen spiegelt sich auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Diejenigen, die sich zu Wort gemeldet haben, durften die Gier des Staates nach noch mehr und noch mehr Steuereinnah­men genau so „genießen“ wie andere, die aufgrund der Profitgier von Unternehmen psychisch krank wurden.

Die Fallbeispiele in diesem Buch sind symptomatisch für viele andere, die ähnliche Erfahrungen machten und ebenfalls erkrank­ten.

Wo sind die „Experten“, die sich lautstark melden, wenn eine ganze Gesellschaft an der Profitgier einer Minderheit zu leiden beginnt?

Oder ist unsere Gesellschaft insgesamt schon derart psychisch krank, dass kein Hahn mehr danach kräht, wenn die ethisch-moralischen Werte des Mensch-Seins, der Humanität den Bach herunter gehen?

 

Kann unsere Spezies noch „human“ genannt werden?