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Johann Gottfried Herder - der Theologe unter den Klassikern


Johann Gottfried Herder - der Theologe unter den Klassikern

Das Amt des Generalsuperintendenten von Sachsen-Weimar
Arbeiten zur Kirchengeschichte, Band 102 1. Aufl.

von: Martin Keßler

324,95 €

Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Veröffentl.: 13.02.2012
ISBN/EAN: 9783110918182
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 1157

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Beschreibungen

<p>Die kirchengeschichtliche Studie untersucht Herders Kirchenamt in Sachsen-Weimar (1776-1803). Sie schließt thematisch an Hayms Biographie (1880/85) an, ordnet die amtsfunktionalen Vorgänge aber nicht der Lebens- und Werkgeschichte unter, sondern bietet erstmals eine Gesamtdarstellung des Amtes, die von den institutionellen und strukturellen Konstanten ausgeht. Die in der Person des Generalsuperintendenten zusammengeführten Ämter werden in ihren jeweiligen Aufgaben, Reichweiten und veränderten Konstellationen konturiert. Neben personalpolitischen Entscheidungen und konzeptionellen Entwürfen für die drei zentralen Wirkungsfelder (Kirche, Schule und Universität) wird das Predigtamt auf Grundlage neu erschlossener Archivalien rekonstruiert.</p>
<p>Herders Ziel einer möglichst unmittelbaren Wirksamkeit zeichnet sich in verschiedenen Amtsvollzügen ab. Die sensiblen Einführungsmodalitäten sowie die anhaltende Akzeptanz des überarbeiteten Gesangbuchs, des Katechismus und der Perikopenrevision, die unter Rückgriff auf den handschriftlichen Nachlass untersucht werden, zeigen, dass Herders Nachwirkungen mit jenem persönlichen Ideal zusammenhängen, das auf ein Weiterwirken der Impulse und nicht auf die Wahrnehmung eines Urhebers oder Vermittlers ausgerichtet ist. Diese Arbeit wurde 2006 mit dem Hans-Lilje-Preis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen ausgezeichnet.</p>
<p>Die seit 1925 erscheinenden <em>Arbeiten zur Kirchengeschichte</em> bilden eine der traditionsreichsten historischen Buchreihen im deutschsprachigen Raum. Sie enthalten Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte des Christentums aller Epochen, veröffentlichen aber auch Arbeiten aus verwandten Disziplinen wie beispielsweise der Archäologie, Kunstgeschichte oder Literaturwissenschaft. Kennzeichnend für die Reihe ist der durchgängige Anspruch, historisch-methodische Präzision mit systematischen Kontextualisierungen des jeweiligen Gegenstandes zu verbinden. In jüngerer Zeit erscheinen verstärkt Arbeiten zu Themen einer Kultur- und Ideengeschichte des Christentums in einem methodisch offenen christentumsgeschichtlichen Horizont.</p>
<p>Die kirchengeschichtliche Studie untersucht Herders Kirchenamt in Sachsen-Weimar (1776-1803). Sie schließt thematisch an Hayms Biographie (1880/85) an, ordnet die amtsfunktionalen Vorgänge aber nicht der Lebens- und Werkgeschichte unter, sondern bietet erstmals eine Gesamtdarstellung des Amtes, die von den institutionellen und strukturellen Konstanten ausgeht. Die in der Person des Generalsuperintendenten zusammengeführten Ämter werden in ihren jeweiligen Aufgaben, Reichweiten und veränderten Konstellationen konturiert. Neben personalpolitischen Entscheidungen und konzeptionellen Entwürfen für die drei zentralen Wirkungsfelder (Kirche, Schule und Universität) wird das Predigtamt auf Grundlage neu erschlossener Archivalien rekonstruiert.</p>
<p>Herders Ziel einer möglichst unmittelbaren Wirksamkeit zeichnet sich in verschiedenen Amtsvollzügen ab. Die sensiblen Einführungsmodalitäten sowie die anhaltende Akzeptanz des überarbeiteten Gesangbuchs, des Katechismus und der Perikopenrevision, die unter Rückgriff auf den handschriftlichen Nachlass untersucht werden, zeigen, dass Herders Nachwirkungen mit jenem persönlichen Ideal zusammenhängen, das auf ein Weiterwirken der Impulse und nicht auf die Wahrnehmung eines Urhebers oder Vermittlers ausgerichtet ist. Diese Arbeit wurde 2006 mit dem Hans-Lilje-Preis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen ausgezeichnet.</p>
<p>"[...] eine grandiose Arbeit, an der nicht nur die engere Herderforschung, sondern möglicherweise viele, wenn nicht alle sich historisch, kulturwissenschaftlich, geistes- und literaturgeschichtlich der Aufklärungszeit zum Ende des 18. Jahrhunderts kaum vorüber gehen wird."<br><em>Markus Wriedt in: Zeitschrift für Thüringische Geschichte 64/2010</em></p>
<p>"Keßlers Untersuchung wird mit seiner extensiven, klar strukturierten Materialerschließung und der kirchengeschichtlichen Kontextualisierung grundlegend sein für die zukünftige Forschung auch in den Bereichen, die weit über die Kirchenhistorie hinaus gehen."<br><em>Hans Adler in: Monatshefte 1/2010</em></p>
<p>"Keßlers Schrift bietet viele neue bisher unbekannte Einzelheiten aus dem Wirken Herders als Generalsuperintendent in Weimar. Jedes Kapitel ist geradezu ein Musterbeispiel intensiver und ertragreicher Forschung. Sehr anschaulich wirken die beigefügten Tabellen und Abbildungen."<br><em>Dirk Fleischer in: Das achtzehnte Jahrhundert 1/2009</em></p>
<p><strong>Martin Keßler</strong>, Universität Basel.</p>

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